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Das Forum für Urteilsfähigkeit

Sensus Communis ist ein Jahresforum für Urteilskraft, Deliberation und plurale Öffentlichkeit. Ein Ort an dem Perspektiven der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kultur und Öffentlichkeit zusammenkommen um Ideen gegen eine fragmentierende gesellschaftliche Entwicklung der Gegenwart zu entwickeln. Verankert in der Ideengeschichte Europas und im Austausch mit der ganzen Welt.

Founding ColloquiumHerbst 2026
Annual Forum2027 — Erste Edition
SettingBerlin, Europa & die Welt

Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Das ist das große Wagnis, das er, um der Freiheit willen, eingegangen ist.

Ernst-Wolfgang Böckenförde, Recht, Staat, Freiheit, S. 112 f.

Sensus Communis braucht Urteilsfähigkeit und schafft einen Ort zum Brückenbauen, Debattieren und dem Entdecken neuer Horizonte.

Drei Formate, die zusammen eine Institution bilden: das Annual Forum, der Podcast und die Papers.

I — Forum

Sensus Communis Annual

Das Forum für Urteilsfähigkeit

Das jährliche Forum bringt Stimmen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kultur und Öffentlichkeit zusammen, um die Bedingungen gelingender öffentlicher Vernunft in einer zunehmend polarisierenden und pluralen Gesellschaft zu klären.

Annual Forum
II — Podcast

Die Kunst des Urteilens

Der Podcast über die Kunst des Urteilens

Ein Podcast über Urteilskraft, Öffentlichkeit und Demokratie. Das Format verbindet philosophische Tiefe mit öffentlicher Zugänglichkeit — in wirtschaftlicher, ästhetischer, politischer und gesellschaftlicher Perspektive.

Die Kunst des Urteilens
III — Publikation

Sensus Communis Papers

Die publizistische Reihe

Die publizistische Reihe versammelt Essays, Denkschriften, Interventionen und kuratierte Beiträge zu politischer Urteilsbildung, öffentlicher Vernunft und den geistigen Grundlagen des demokratischen Gemeinwesens.

Sensus Communis Papers

Sensus Communis Annual Forum.

Das Sensus Communis Annual Forum hat zwei ineinandergreifende Teile.

Der Zeitgeist

Jedes Annual Forum beginnt mit der Fassung des Zeitgeist und der Formulierung einer leitenden Frage, an der sich die Urteilskraft reiben, üben und orientieren soll. Sie rahmt alle Formate und gibt dem Annual Forum sein gemeinsames Problemfeld in dem Jahr.

Mentor & Fellowship Modell

Echter Sensus Communis bedeutet, dass alle Generationen miteinander ins Gespräch kommen. Ein zweistufiges Mentor & Fellowship Modell verankert das strukturell: Jede teilnehmende Person bringt eine jüngere, aufstrebende Begleitung mit, etwa Studierende oder Berufseinsteiger:innen, und übernimmt zugleich vor Ort ein Mentorship für eine:n teilnehmende:n Schüler:in. So bildet jedes Annual Forum einen eigenen Jahrgang: eine Gemeinschaft, die über das Forum hinaus verbunden bleibt und langfristig ein verwebter Ausdruck eines gelebten Sensus Communis darstellt.

Annual Forum

Annual Logicus

Dieses setzt sich aus vier sich ergänzenden Formaten zusammen: die Sensus Communis Seminars, die öffentlichen Sensus Communis Dialogues, geschützte Sensus Communis Roundtables und die Sensus Communis Debates.

I
Nukleus

Sensus Communis Seminars

Das intellektuelle Herzstück des Annual Forums. Jedes Seminar bearbeitet den „Zeitgeist“, vorbereitet durch einen kuratierten Chair und getragen von Teilnehmenden und Rapporteur:innen. Die Teilnahme erfordert frühzeitige Anmeldung und gründliche Vorbereitung für jede Sitzung. Das Seminar trifft sich 4-mal im Jahr, inklusive des zusammenfassenden Seminars während des Sensus Communis Annual.

Ein ganzes Jahr in der Gemeinschaft gelebte Urteilsfähigkeit.
II
Öffentlichkeit

Sensus Communis Public Dialogues

Das öffentliche Format von Sensus Communis. Aufgezeichnete und live miterlebbare Gesprächsrunden mit zentralen Stimmen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft, die über komplexe Fragen deliberieren und debattieren. Kein Panel, kein Schlagabtausch, sondern ein echtes Gespräch, das dem Publikum zumutet, was es verdient: Authentizität und Ernsthaftigkeit.

Urteilsfähigkeit in der Agora.
III
Brücke

Sensus Communis Roundtables

Geschlossene Gesprächsrunden für Entscheidungsträger:innen aus Politik, Verbänden, Stiftungen und Think Tanks. Unter Chatham House Rule entsteht ein Raum, in dem institutionelle Praxis auf theoretische Tiefe trifft. Der klassische geschütztere Begegnungsraum politischer Veranstaltungen.

Seinen eigenen Standpunkt vertreten und sich in die Lage der anderen versetzen.
IV
Debatte

Sensus Communis Debates

Eine These, zwei Lager, disziplinierter und intergenerationaler Dissens. Das Format erzwingt den konstruktiven und produktiven Konflikt und das Aushalten von Ambivalenz. Am Ende steht kein Sieger, sondern ein geschärftes Urteil und ein aufmerksames Publikum, bei dem jede einzelne Person ihre jeweils eigene Position für sich auf den Prüfstein legen konnte.

Debatten zur Schärfung der Urteilsfähigkeit.
Annual Forum

Annual Aestheticus

Der Annual Aestheticus komplementiert den intellektuellen Diskurs um die Dimension der gemeinsamen gelebten Erfahrung. Sensus Communis Musik, Sensus Communis Theater, Sensus Communis Performance, Sensus Communis Literatur, Sensus Communis bildende Kunst und Sensus Communis kulturelle Begegnungen eröffnen Zugänge, die rationales Argumentieren allein nicht erschließen kann. Sie schaffen Räume der Resonanz und der Imagination und unterstreichen den Humanismus oder schlicht das Mensch sein.

V
Klang

Sensus Communis Musik

Wo Menschen gemeinsam hören, entsteht Resonanz noch vor dem Argument. Musik trägt das Annual Forum als geteilte Erfahrung — vom Konzertmoment bis zur klanglichen Rahmung der Debatte — und öffnet einen Zugang zum Gemeinsinn, der sich sprachlich nicht vollständig fassen lässt.

Resonanzräume schaffen.
VI
Bühne

Sensus Communis Theater & Film

Die Bühne macht Urteilslagen erfahrbar, die abstrakt bleiben, solange sie nur diskutiert werden. Theater und Performance stellen Perspektiven, Konflikte und Ambivalenzen in den Raum und laden ein, sich in die Lage anderer zu versetzen — die szenische Probe des gemeinsamen Urteils.

Sich in die Lage der anderen versetzen.
VII
Wort

Sensus Communis Literatur

Literatur schult die Imagination und erweitert den Möglichkeitssinn. Lesungen, Gespräche und Texte eröffnen Erfahrungsräume jenseits der eigenen Perspektive und bilden jene erzählerische Tiefe aus, aus der reflektierte Urteilskraft schöpft.

Verstellungskraft befördert die Urteilsfähigkeit.
VIII
Begegnung

Sensus Communis Kunst & Begegnung

Bildende Kunst und kulturelle Begegnungen schaffen gemeinsame Bezugspunkte — Momente des Sehens, Fühlens und Erlebens, in denen ein erlebbarer Humanismus greifbar wird. Auf solchen geteilten Erfahrungen kann gesellschaftlicher Zusammenhalt wachsen.

Gemeinsam geteilte Bezugspunkte — ein Sensus Communis.
Founding Colloquium 2026

Sind wir noch eines gemeinsamen Urteils fähig?

Das Founding Colloquium dient als Vorbereitung des Sensus Communis Annual 2027 und soll den ersten „Zeitgeist" hervorbringen. Mit der Frage „Sind wir noch eines gemeinsamen Urteils fähig?" versuchen wir, die Bedingungen des politischen und allgemeinen Urteilens unter den Bedingungen verschärfter Polarisierung und gesellschaftlicher Pluralität zu erörtern.

Founding Colloquium Herbst 2026
Sensus Communis Annual Herbst 2027

Sensus communis meint hier offenkundig nicht nur jene allgemeine Fähigkeit, die in allen Menschen ist, sondern er ist zugleich der Sinn, der Gemeinsamkeit stiftet.

Hans-Georg Gadamer, Wahrheit und Methode, S. 26.

Auf den Schultern von Riesen.

Das Ringen um die Urteilsfähigkeit beschäftigt uns schon eine ganze Weile. Vier kluge Stimmen aus der Vergangenheit:

20. Jh.

Hannah Arendt

„Im Kulturellen und im Politischen, also in dem gesamten Bereich des öffentlichen Lebens, geht es weder um Erkenntnis noch um Wahrheit, sondern um Urteilen und Entscheiden, um das urteilende Begutachten und Bereden der gemeinsamen Welt und die Entscheidung darüber, wie sie weiterhin aussehen und auf welche Art und Weise in ihr gehandelt werden soll.“

(KP, 300)

20./21. Jh.

Simone Veil

„Europa ist die große Hoffnung unseres Jahrhunderts.“

Europa als der Ort der großen Friedensvision. Aus der Erfahrung der absoluten Katastrophe wurde die Vision des bis heute größten Friedensprojektes der Geschichte geboren.

19. Jh.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“

Wenn wirtschaftliche und persönliche Verantwortung mit Kooperation einhergehen, sind den Gestaltungsmöglichkeiten kaum noch Grenzen gesetzt.

20./21. Jh.

Jürgen Habermas

„Der zwanglose Zwang des besseren Arguments.“

Urteilsfähigkeit ermöglicht Bedingungen, unter denen vernünftige Akteure Positionen nicht nur verändern, sondern zuvor unvorstellbare Positionen hinzugewinnen und vertreten können.

Urteilsfähigkeit schärfen

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